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Teesy Live 01.05.2019 Köln Konzertkahn


(Great events europe) Köln. Ging es auf Abenteuerreise über die sieben Meere? Schon zwei Stunden vor Abfahrt hatte sich vor der Anlegestelle an der Rheinpassage eine lange Schlange gebildet. Doch die Fahrt ging nicht um Kap Horn oder durch den Golf von Biskaya, sondern es war der Rhein, der ein Stück weit befahren wurde.

Dem Kölner Veranstalter „Rausgegangen“, als rühriger Anbieter in der Event- und Freizeitszene aktiv und hier in Kooperation mit KD-Tours, ging es nicht um Streckenlänge, sondern um Partystimmung.  
Auch als die Passagiere an Bord waren, blieb die maritime Illusion erhalten. „Käpt´n Teesy“ begrüßte sie mit Hinweis auf die Sicherheitsvorkehrungen, die 13 Notausgänge und flunkerte von „Sauerstoffmasken aus dem Boden“. „Rausgegangen“ hatte ihn mit seiner vierköpfigen Band und dem Backgroundsänger NKSN für diese Fahrt als Stargast verpflichtet.

Foto:www.great-events-europe.de

Das Schiff legte ab, mit einer elektrisierenden Mischung aus Funk und RnB stieg die Band ein und viele Passagiere begannen zu tanzen. Teesy kam auf die Bühne, „Usain“ erklang und die Fans sangen begeistert mit. Lieder seines aktuellen Albums „Tones“ standen im Mittelpunkt des Abends: „Girls“, „Story“, „Glücksrezepte“, „Wesley“, von Teesy im langen schwarzen Mantel mit Cowboy-Hut gebracht. Punktgenau fielen die Zuhörer mit dem Refrain ein. Backgroundsänger NKSN brachte mit „Perfect“ einen eigenen Hit .

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Die Stimmung des Publikums kochte hoch, Teesy brachte besonders die Damen zum Schmelzen. Seine Stärke: Er ist nicht nur ein mitreißender Sänger, sondern auch ein fantastischer Rapper, dessen Lieder sich wie Ohrwürmer beim Publikum festhaken. Manche Titel, etwa „WDW - Wünsch dir was“ oder „Mystical Stranger“ lockten auf die Ebene großer Gefühle.

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Der Konzertkahn mit großzügiger Tanzfläche und einem ebensolchen Außenbereich für laue blaue Sommernächte ist absolut auf eine große feiernde Menge zugeschnitten. Die Skyline von Dom und Riesenrad, die langsam vorbeizog, die dämmernde Landschaft an den Ufern waren Stimmungselemente der besonderen Art.

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Als die Band die Anfangstakte von „Keine Rosen“ zu spielen begann, sang das Publikum so lautstark mit, das Teesys Stimme wie von einem vielstimmigen Chor begleitet wurde. Der Sänger überzeugte auch als Geschichtenerzähler. Er schilderte eine Einladung, wo er - wie so oft- zum Singen aufgefordert wurde, aber nicht so recht in Stimmung war. Als der Abend ausdümpelte, ließ er sich doch überreden und stimmte „Keine Rosen“ an. Ein älterer Herr, Vater des Gastgebers und als Original von Berlin-Mahlsdorf bekannt, schon ein bißchen blau, war zutiefst erschüttert: „Mensch, Tony, wer bist du denn? Was geht denn hier vor? Egal, wat du dafür willst – ick koof det Lied!“ Teesy konterte: „Aber es ist doch schon bekannt, du kannst höchstens zum Konzert kommen. Der Titel war schon bei Stefan Raab und so...“ „Ach wat, det sind alles Idioten. Ick koof det Lied. Ick mach det groß, gloob mir.“ Nur mit Mühe war der neue Fan davon zu überzeugen, dass das Lied schon bekannt war. Viermal musste Teesy „Keine Rosen“ singen. Das amüsierte Kölner Publikum hätte bestimmt genauso lange zugehört.

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Überraschungen hatte der Sänger ebenfalls in der Tasche. So auf dem Konzertkahn ein gewissermaßen taufrisches Lied, gerade einen Monat alt, das die Chance hat, ein großer Hit zu werden: „…wir spielen gegen die Zeit /…Fledermäuse fliegen zu zweit“. Auch Newcomer, die der Partystimmung zuliebe gekommen waren und Teesy vorher nicht kannten, waren von seinem Charme und seiner Stimme angetan und gingen beschwingt von Bord.

Musikmesse und Prolight + Sound 2019
präsentierten sich international, professionell,
innovativ und voller Event-Highlights

Foto : Shooter Promotion

Mit dem Abschlusskonzert von Gregory Porter gemeinsam mit der
Neuen Philharmonie Frankfurt in der Festhalle ist am
Samstagabend eine Woche voller Musik, Entertainment, Business
und Inspiration zu Ende gegangen. Bei Musikmesse und Prolight +
Sound trafen Handwerk auf Hightech, Violinen auf Virtual Reality,
digitale Vernetzung auf persönliche Begegnung. Das begleitende
Musikmesse Festival brachte Highlight-Konzerte von Samy Deluxe,
Mousse T. & Glasperlenspiel, Tony Carey und weiteren Stars aufs
Messegelände und füllte rund 50 Frankfurter Clubs und Hotels mit
Musik. Bei der neuen Musikmesse Plaza erlebten Musikbegeisterte
am Samstag nach den Fachmessen einen Pop-up-Market mit
Direktverkauf und vielen Events.

(c)_JochenGünther

Insgesamt kamen über 85.000 Besucher auf das Frankfurter
Messegelände. Darüber hinaus feierten rund 25.000 Musikfans die
Events des Musikmesse Festivals in den Frankfurter Clubs und Hotels.
Mit dem verstärkten Fokus auf den professionellen Austausch zwischen
allen Akteuren der Event-Wirtschaft ging ein hoher Fachbesucher-Anteil
bei Musikmesse und Prolight + Sound von 76 Prozent einher, davon 45
Prozent aus dem Top-Management. Mehr als die Hälfte der
Fachbesucher kam aus dem Ausland, und zwar aus 130 Ländern von
Island bis Neuseeland.

(c)_JochenGünther

„In fünf Tagen haben wir den Kurs von Konsum und Produktion in der
Musik- und Entertainment-Wirtschaft aufgezeigt: dynamisch, divers und
zunehmend digital. Nicht nur auf dem Messegelände stellten dies
zahlreiche Aussteller und Künstler unter Beweis, sondern auch in der
ganzen Stadt. Gemeinsam mit Partnern aus Industrie, Kreativwirtschaft
und Musikszene werden wir uns weiterhin den komplexen
Herausforderungen der Branchen stellen und für sie mit unserem
Messeduo Mehrwerte schaffen“, so Detlef Braun, Geschäftsführer der
Messe Frankfurt.
Prolight + Sound zeigte die Event-Branche im besten Licht
Mit spektakulären Produktpräsentationen und einem noch
umfangreicheren Weiterbildungsprogramm bildete die Prolight + Sound
die Innovationskraft der Entertainment-Technology-Industrie ab. Deutlich
erkennbar war der Trend zur IP-basierten Übertragungstechnik:
Komplexe medientechnische Installationen und Bühnen-Setups werden
verstärkt durch zentrale Netzwerke gesteuert, die das „Internet der
Prolight + Sound

(c)_JochenGünther

The Global Entertainment Technology Show
Dinge“ in der Eventwirtschaft mehr und mehr Realität werden lassen.
„Der Trend ‚Connectivity‘ startet jetzt so richtig durch! Das öffnet uns und
unserer Branche ganz neue Perspektiven“, so Gunnar Eberhardt, Leiter
Entertainment & Architekturbeleuchtung der Osram GmbH. „Wir sind
2019 super zufrieden mit der Prolight + Sound. Sie ist weltweit die
professionellste Messe der Entertainment-Branche und hat das breiteste
Publikum. Mit unseren Produkten decken wir alle Entertainment-
Lichtbereiche ab: von Show und Theater über Museen bis zur
Fassadenbeleuchtung. Hier in Frankfurt treffen wir für alle
Anwendungsfelder die richtigen Ansprechpartner und Kunden, und das
aus der gesamten Welt.“

Als Erfolgsmodell im Rahmenprogramm stellte sich das „Immersive
Technology Forum“ heraus. Hier erlebten Besucher Vorträge und Live-
Demos zu Technologien rund um Virtual- und Augmented Reality,
Immersive Audio, Holographie, 3D-Mapping und weiterer spektakulärer
Entertainment-Trends. „Das Immersive Technology Forum war für uns
eine hervorragende Möglichkeit, um unser immersives Sound-System
L-ISA dem Fachpublikum vorzustellen“, so Mary Beth Henson, Head of
Communications bei L-Acoustics. „Die Messe lief wirklich sehr gut. Ein
großer Erfolg war unser neuer Demo-Raum, in dem wir schon in den
ersten zwei Tagen mehr Kunden begrüßen konnten als wir letztes Jahr
während der gesamten Messe gezählt haben“.

Erstmals war die neue Halle 12 Bestandteil der Prolight + Sound. Die
größte und modernste Halle der Messe Frankfurt kam bei den
Ausstellern hervorragend an, wie Sabine Siller, Marketing-Leiterin der
cast C. Adolph & RST Distribution GmbH bestätigt: „Die Halle 12 gefällt
uns sehr gut und schaffte das perfekte Setting für unseren ‚Cast &
Friends‘–Bereich. Diese direkte Nachbarschaft zu unseren Partnern bot
eine einzigartige Synergie. Das liegt auch daran, dass die Prolight +
Sound diejenige Messe ist, auf der die meisten internationalen Brands
ausstellen“.

Seit Jahren ist die LED-Technologie ein entscheidender
Wachstumstreiber für die Branche – und die positive Entwicklung dieses
Marktsegments scheint noch lange nicht ausgereizt. So konnten
beispielsweise Anbieter großer Screens und Video-Walls den Schwung
der Branche auf der Prolight + Sound nutzen. „Wir sind mehr als
zufrieden mit dem Ergebnis: Unser Stand war über alle vier Tage hinweg
super besucht, wir hatten sehr viele internationale Fachbesucher. Vor
allem die Besucherqualität war beeindruckend. Die Beratungs- und
Verkaufsgespräche zeigten eindeutig, dass wir auf der Prolight + Sound
richtig sind und sie die ideale Business-Plattform zum Networken ist. Wir
kommen 2020 ganz sicher wieder!“, sagt Christoph Pfäffle, Unilumin
Germany GmbH.

(c)_PetraWelzel


Die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr 2020 laufen bereits an. Die
Musikmesse feiert dann ihren 40. Geburtstag, die Prolight + Sound wird
bereits ein Vierteljahrhundert alt. Unmittelbar nach der diesjährigen
Messe treten die Verantwortlichen der Messe Frankfurt in Kontakt mit
den Akteuren der Branchen und werten die Ergebnisse der Besucherund
Ausstellerbefragungen im Detail aus. Bereits in Kürze sollen
konkrete Konzepte für die Veranstaltung 2020 bekannt gegeben werden,
die die Bedarfe von Herstellern und professionellen Marktteilnehmern im
dynamischen Marktumfeld bestmöglich berücksichtigen.

Gregory Porter Live Frankfurt Festhalle 6.4.2019

Frankfurt. Einen der derzeit bekanntesten Jazzsänger und -komponisten konnte Shooter Promotions zum Abschluss des Musikmesse-Festivals in die Festhalle holen: Gregory Porter. Im vierten Jahr habe sich das Messe-Rahmenprogramm so entwickelt, dass es 100 Konzerte an 50 Locations gegeben habe und dieses den markanten Schlusspunkt bilde, meinte Festival-Leiter Wolfgang Weyand eingangs. Und dann betrat Porter die Bühne, so wie ihn seine Fans kennen: einen Schlauchschal eng ums Gesicht, die Schiebermütze lässig aufgesetzt. Seine Kindheit in Kalifornien war vom Singen in Gospelchören geprägt, als Jugendlicher öffnete er sich Einflüssen von Soul wie von Rythm and Blues, fand Vorbilder in diesen Musikrichtungen. Titel seines Idols Nat King Cole durften auch in diesem Konzert nicht fehlen. 

In weichem, ja lyrischem Sound untermalte die Neue Philharmonie Frankfurt den ersten Song „Mona Lisa“, eine musikalische Begegnung mit den Abgründen großen Gefühls, ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch das Konzert zog. Porter selbst sprach von den Höhen und Tiefen der Liebe und bekannte sich doch zu ihrem Zauber. Weitere Cole-Titel folgten, so „Nature Boy“ und „For all we know“. Porters Baritonstimme, dunkel, samtig, emotional, hat Ähnlichkeit mit der seines Idols, wobei er durchaus eigene Akzente setzt, vom Orchester wirkungsvoll untermalt. Der Jazz-Sänger arbeitet schon länger mit der Neuen Philharmonie zusammen. Das Orchester spielte 2017 bei der Deutschland-Premiere seines Programms und begleitete die anschließende Tournee. DieNeue Philharmonie folgte auch jetzt Porters Gefühlsnuancen von Soul bis zu jazzig-angeheizten Titeln mit prickelnden Synkopen und schrägen Improvisationen der Bläser. Sehnsucht nach einer harmonischen friedlichen Welt prägt Porters eigenen Titel „When Love was king“ und das Publikum konnte sich diesem emotionalen Sog nicht verschließen. Vielleicht noch authentischer folgte der Song „I wonder where my Daddy is“. Porters eigener Vater hatte die Familie verlassen, als der Sohn noch klein war. Große Stimme, großes Orchester – bei diesem Abschluss des Musikmesse-Festivals durften die Zuhörer in Gefühl baden.


Foto : Shooter Promotion


Semmelconcerts Zweiter Pressebrunch des Jahres 2019

Katharina Nicol Foto: (Great Events Europe)

Mannheim. Beeindruckend war nicht nur die kulinarische Verwöhnung beim Pressebrunch von Semmel Concerts in der Vinothek Coq au Vin, sondern viel mehr noch der Stargast: Pressesprecherin Katharina Nicol konnte Schiller alias Christopher von Deylen begrüßen, einen Musiker, der sich ganz der Electronic Music widmet, aber zugleich Einflüsse von World Jazz, Pop, Dance, Chill-out und Ambient aufnimmt. So hat seine Musik nichts vom „Mechanischen“, das ihr von Gegnern des Genres gelegentlich unterstellt wird. Im Gegenteil: manchen gilt er als Elektronikzauberer. Seine Erfolge sprechen für sich: zehn Top 10-Alben, darunter fünf Nr. 1-Plazierungen und Tourneen, die weltweit ausverkauft sind.

Schiller Foto: (Great Events Europe)

Als erster westlicher Künstler konnte Schiller im Iran auftreten und fanden ein begeistertes Publikum. Schiller scheut das Rampenlicht und den Publikumskontakt nicht. Beim Brunch berichtete er viel von sich, von seinem musikalischen Durchbruch Ende der 90-er Jahre mit dem Dance-Projekt „Tank“ und dem Titel „Con U feel the Bass“ bis zu seinem neusten Album „Morgenstund“,  entstanden unter Beteiligung von Gastkünstlern wie Nena und dem Genesis-Gitarristen Mike Rutherford und im selben Studio aufgenommen wie die Alben von Phil Collins und Genesis.
Was die Schiller-Fans am meisten freuen wird:

Schiller Foto: (Great Events Europe)

Ab Mai geht er wieder auf Tour, konnte von Semmel Concerts für den 19. Mai in der SAP Arena gebucht werden. Schiller versteht es, im Vorblick neugierig zu machen: „Ich habe eine fantastische Band dabei, deren Musiker große Improvisationskünstler sind, ein Riesenschlagzeug, raffinierte Licht- und Surround-Sound- Effekte, die den Zuhörern ein Rundum-Klang und Farberlebnis bescheren.  Mit der musikalischen Entwicklung haben wir schon vor einigen Wochen begonnen.“
Katharina Nicol konnte mit weiteren Überraschungen im Konzertjahr 2019 aufwarten. Am 21.5. ist Schauspieler und Weltstar Hugh Jackman in der SAP-Arena zu Gast. Er gibt nur vier Deutschland-Konzerte, Semmel Concerts konnte drei davon buchen. Beschwingt wird auch der Herbst. Am 10. November kommt das RTL-Format „Let´s dance“ mit der Jury Motsi Mabuse, Joachim Llambi und Jorge González
Einen Tag später ist „Hundeflüsterer“ Cesar Millan mit seinem Programm „It´s all about family“ in der SAP-Arena gebucht. Bei Semmel Concerts erwartet werden auch Peter Kraus, Sarah Connor, die Kelly Family und Eloy de Jong. Weitere Infos gibt es bei www.semmel.de


Roland Kaiser– Arena-Tour 2019 (Teil 2) 23.03.2019 Frankfurt/Festhalle

Roland-Kaiser_Arena-Tournee-2018-2019_Foto_Sandra-Ludewig

(Great Events Europe) Frankfurt. Die Festhalle war die vorletzte Station von Roland Kaisers Arena-Tournee 2018/19. Semmel Concerts hatten den Schlagerstar an den Main geholt und 6000 Zuhörer von Teenies bis zu Senioren warteten gespannt. Kaiser-Krönchen in Pink auf dem Kopf, Leuchtstäbe in der Hand – so hatten sich die Fans vorbereitet. Die Spannung stieg, drei, fünf, sieben Minuten lang und dann stand er auf der Bühne im Mittelpunkt eines Laserstrahlenbündels wie in einem Sonnenaufgang: Roland Kaiser.

Die neunköpfige Band gab ein paar Takte vor, er griff zum Mikro, begann „Ich glaub, es geht schon wieder los“ und das Publikum riss es von den Sitzen. Kein Zweifel, er ist einer der Erfolgreichsten des deutschen Schlagers, seit 44 Jahren im Showbusiness, und man könnte ganze Statistiken mit seinen Daten füllen: 67-mal in der ZDF-Hitparade, 90 Millionen verkaufte Alben. Gold- bzw. Platinstatus erreichten 2014 das Studioalbum „Seelenbahnen“, 2016 „Auf den Kopf gestellt“, ein Senkrechtstarter, in der allerersten Woche des Erscheinens auf Platz 2 der Albumcharts.

Roland-Kaiser_Live_Foto_Toni-Kretschmer

Bei all diesen Erfolgen ist Kaiser authentisch geblieben, hat seinen eigenen Kopf, wendet sich gegen Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit, ist sozial engagiert, zum Beispiel für ein Kinderhospiz, die Albert Schweitzer-Kinderdörfer.  Starallüren hatte der Sänger auch in Frankfurt nicht nötig, locker, freundlich spricht er das Publikum an: „Ich möchte am liebsten jedem von Euch das Du anbieten. Wenn wir uns dann irgendwo treffen, dann sagt ihr: `Mensch Roland, weißt du noch, am 23.3.19 in der Festhalle Frankfurt´?“ Selbstironisch berichtet er von seinen ersten Auftritten in Berlin: „Es war eine Bühne von vier auf vier Metern, grade mal 40 Leute waren gekommen und starrten mich skeptisch an: `Na, was will der denn?´“
Die Newcomer-Phase, der Kampf um den Platz an der Sonne sind längst vorbei. Zwar nimmt Kaiser die Frankfurter Zuhörer auf eine Zeitreise mit, singt „Schachmatt“, den Hit der 70-er Jahre, dann „Dich zu lieben“, ein Titel, der zehn Jahre später Riesenerfolge einfuhr. Die Auftritte sind sämtlich hohe Profiqualität, seine Band spielt mitreißend, auch in solistischen Passagen, später kommen noch vier Streicher dazu. Die Technikcrew taucht die Bühne in immer neue Farben, ganz der Stimmung der Lieder entsprechend. Aber immer bleibt Kaiser natürlich, wendet sich freundschaftlich an das Publikum: „Klar haben meine Lieder erotische Komponenten und manche Zuhörer sagen: `Das hat der alles selbst erlebt, der Kerl´.“ Der Schlagersänger tut ein paar kesse Pfiffe: „Leute, wenn ich das alles selbst erlebt hätte, müsste ich 166 Jahre alt sein, nicht 66!“ und er spricht von „seinem Lebenslied `Santa Maria´“, bedauert, dass ein Chor fehlt. Schon fällt das Publikum ein und in einer riesigen Gefühlswoge klingen Sänger, Band und Publikum zusammen im Lied von der „Insel aus Träumen geboren“, 1980 als Single veröffentlicht und immer noch so wirkungsvoll wie damals.
Die Fans wollen viel von „ihrem“ Roland Kaiser hören und man merkt, wie sie seine Geschichten mögen. Er erzählt von der Lust am Fliegen, singt das sehnsüchtige „Mit den Wolken zu ziehen“, riesengroß ist er auf der Leinwand im Cockpit, am Steuer seines Flugzeugs zu sehen. Erfolg hängt manchmal am seidenen Faden. Da klingelte in aller Herrgottsfrühe bei Kaiser das Telefon und Maite Kelly war dran: „Du, ich hab einen Megahit, singst du den mit?“ Der schlaftrunkene Kaiser konnte grade noch: „Mädchen, es ist halb acht, ich bin müde, warum rufst du mich denn an?“ krächzen. Zum Glück hielt eine innere Stimme ihn davon ab, „Nein“ zu sagen. Die beiden produzierten miteinander „Warum hast du nicht Nein gesagt?“, ein Megahit entstand. Das Lied muss selbstverständlich auch in der Festhalle erklingen, eine Backgroundsängerin ersetzt die Kelly-Stimme, das Publikum tobt.
Viel seine großen Titel singt Kaiser: „Joana“, „Entschuldigung für Nichts“, „Extreme“, bringt die Zuhörer immer mehr in Ekstase. Dann tauchen Zahlen auf der Leinwand auf, lauter Sechserpaare und Kaiser singt den Udo Jürgens-Titel „Mit 66 Jahren“ – ein Motto für sich selbst!

Roland-Kaiser_Arena-Tournee-2018-2019_Foto_Sandra-Ludewig

Fazit: es war ein begeisterndes Konzert, mit dem Kaiser seine Fans noch mehr an sich band. Wer an diesem Abend nicht kommen konnte, hat trotzdem noch Chancen. 2020 geht Kaiser unter dem Motto „Alles oder Dich“ wieder auf Live Tour und Semmel Concerts holt ihn am 5. November 2020 nach Frankfurt.


Tickets bekommen Sie jetzt schon über www.eventim.de
und ebenfalls an allen bekannten Vorverkaufsstellen
sowie im Internet www.semmel.de
Weitere Infos und Inhalte in unserem Online-Magazin unter
www.entertaing.de und www.roland-kaiser.de

DIE GRÖßTEN MUSICAL-HITS ALLER ZEITEN


 

Alexander-Klaws_Foto_Det-Kempke

(Great Events Europe)Frankfurt. „Die größten Musical-Hits aller Zeiten“ präsentiert von Semmel Concerts und Sound of Music erwies sich als Magnet: 2 100 Besucher kamen in die Alte Oper.

„Ich war noch niemals in New York“ erklang sehnsüchtig der Udo Jürgens-Titel, eingesungen von fünf Großen der Musicalszene:  Alexander Klaws, auch aus TV-Produktionen bekannt, war erfolgreich als Alfred in „Tanz der Vampire“, als Titelheld im Musical „Tarzan“. Jan Amann kennen Musical-Fans als Titelhelden Von „Ludwig2 – Das Musical“, aber auch in der Rolle des Musical-Doktor Schiwago. Mark Seibert brillierte in Produktionen mit historischem Hintergrund, als Erzbischof in „Mozart!“, als Schikaneder und als Markgraf Gerold, der großen Liebe der „Päpstin“. Ihnen zur Seite zum einen die profilierten Musical-Sängerinnen Roberta Valentini, für Zuschauer vieler Länder die Verkörperung von Kaiserin Elisabeth im Erfolgsmusical.

Sabrina-Weckerlin_Foto_Michael-Eloy-Werthmueller

Sie war aber auch als Marie Antoinette zu sehen wie auch in der Verwandlung von „Shrek“ in ein Musical. Sabrina Weckerlin verkörperte die „andere“ Elisabeth in „Legende einer Heiligen“, war die „Päpstin“, ist aber auch in der Pop- und Soulszene unterwegs. Von Anfang an deutlich war die Qualität der sechsköpfigen Live Band unter Leitung von Mario Stork. In 15 deutschen Städten wie auch in Wien ist das Ensemble mit dieser Produktion unterwegs.

Mark-Seibert_Foto_Conny-Wenk

Vom Film zum Musical: Valentini als verliebte junge Frau, Klaws als spröder Liebhaber Sam sangen aus „Ghost“ den Titel „Jetzt und hier“, dann brachte er in der Rolle des Sam seine Liebeserklärung „Unchained Melody“, später in einem hinreißenden Duett wiederholt, dazwischen war „Du“ zu hören, von Valentini schmerzlich vorgetragen. Publikum fest im Griff – schon nach diesem ersten Block kam lebhafter, jubelnder Beifall.
In Disney-Musicals, zu Tarzan und Mogli führte der nächste Block. In magisches eisblaues Licht getaucht war die Bühne, als Weckerlin „Lass jetzt los“ aus dem Musical „Schneeköngin“ sang. Zärtlich folgten Klaws und Weckerlin mit „Dir gehört mein Herz“. Beim temperamentvollen „I wanna be like you“ bekam der Schlagzeuger Unterstützung: das Publikum klatschte den Rhythmus mit

.
Kleine Kostbarkeiten aus weiteren unvergessenen Musicals waren dann zu hören

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. Mit „Wein nicht um mich, Argentinien“ gab Sabrina Weckerlin den Part Evita Perons, die um ihr frühes Ende weiß, mit berührender Tragik. In die Pariser Oper, zum geheimnisvollen Phänomen führten Jan Amman und Roberta Valentini mit einem Duett-Medley. Mit dem Lied mitten aus der Barrikadenszene im Musical „Les Miserables“ war Mark Seibert die Hauptfigur Jean Valjean. Bei „Frei und schwerelos“ verwandelten sich Sabrina Weckerling und Roberta Valentini in „Hexen von Oz“, während Jan Amann mit „Kalte Sterne“ in die Rolle des Bayernkönigs und dessen Traumwelt schlüpfte.

 
Roberta Valentini als die schöne Kaiserin Elisabeth und der Tod, der ihr lebenslang wie ein Schatten folgt, waren der Schwerpunkt im nächsten Block. Titel wie „Der letzte Tanz“ mit Mark Seibert als Tod, „Boote in der Nacht“ mit Valentini und Jan Amann als Kaiser Franz Josef mit „Boote in der Nacht“ führten in das große Erfolgsmusical und nach Elisabeths rebellischem Lied „Ich gehö rnur mir“ kam Tumultbeifall auf.

Nach Transsylvanien, in die Welt des Grafen Dracula und die bittersüße Gefahr des Todes durch Vampirbiss führte der nächste Block mit Titeln wie „He Ho Professor“ , „Die unstillbare Gier“ und das hinreißende Locken der Untoten in „Totale Finsternis“, gesungen von Amann, Seibert, Valentini und Weckerlin.

Jan-Ammann_Foto_Karim-Khawatmi

Schließlich noch ein Zeitreise in Mittelalter, zur unerlaubten Liebe der „Päpstin“ und des Markgrafen Gerold. Das Publikum bekam „Ein Traum ohne Anfang und Ende“, „Wehrlos“ und „Das bin ich“ zu hören und Sabrina Weckerlin überzeugte in der Rolle der starken Frau, die sich in einer Männerwelt den Platz erkämpft – und doch scheitert.
Zum Abschied gabs noch Melodien, die Publikumslieblinge bleiben werden: Udo Lindenbergs „Hinterm Horizont geht’s weiter“, Nenas „Leuchtturm“, die Erinnerung an Rocky mit „Eye of the tiger“, Wolfgang Petrys „Wahnsinn“ und schließlich „We will rock you“ von Queen. Längst war das Publikum aufgesprungen und gab minutenlang standing ovations – ein Abend wunderbarer Melodien und großer Stimmen ging zu Ende.
 

Ambiente 2019

Foto Great-Events-Europe

(Great Events Europe) Frankfurt. Die Ambiente Frankfurt als weltweite Nummer 1 der Konsumgütermessen mit fünf Öffnungstagen und 4 400 Ausstellern auf 308 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche war weit mehr als „nur“ ein gut organisiertes Großereignis.

Sie bot mit den Schwerpunktthemen „Dining, Living und Giving“ den Besuchern eine Entdeckungsreise in die Welt der schönen Dinge und der praktischen Lösungen. Das Motto „Tasteful residence – quiet surroundings – joyful ambience“, frei übersetzt „Stilvolles Wohnen – entspannte Umgebung – genussvolle Atmosphäre“ wurde mit der Präsentation weltweite Neuentwicklungen umgesetzt.

Foto: Great-Events-Europe

Zugleich war die Ambiente ein „Schaufenster globaler Kreativität“, denn auch Hersteller Asiens und Afrikas waren vertreten und boten reizvolle Produkte in traditioneller Handwerkskunst und aus charakteristischen Materialien. Das galt insbesondere für das Indien, das Partnerland 2019. Ein Pavillon auf der Galerie ließ „Indische Räume“ erleben in einer faszinierenden Zusammenstellung von Wand- und Bodenteppichen, niedrigen Sitzgelegenheiten, Tischchen auf Metallgestell, fragilen gemusterten Strohmatten als Raumteilern. Besonders markant eine riesige Seerose mit Blütenblättern aus Holzspänen, in der Mitte ein kleiner Spiegel. Bedeutende indische Designer wie Ayush Kasliwal („Hand Make“), Sandeep Sangaru („Picknick unterm Sternenzelt“) und Sunil Sethi setzten Akzente, Handwerker waren beim Weben und Flechten zu sehen.Es gab für Fachbesucher Vorträge und geführte Touren zum Schwerpunkt „Trends 2019“. Scouts der niederländischen Fontys Unversität für angewandte Wissenschaften zeigten bei Führungen neue Lifestyle Trends und entsprechende Produkte auf.

Foto: Great-Events-Europe

Junge Designer stellten ihre Ideen rund um Küche und Tisch, aber auch Innovatives und Gewagtes zur Innenraumgestaltung vor. Form und Funktion optimal zusammenbringen? Der Industriedesigner Sebastian Bergne war Kurator der Ausstellungsfacette „Solutions“ für Küche, Hausgeräte, Vorratsraum. Verblüffend Einfaches und absolut Durchdachtes war mit dem German Designs Award ausgezeichnet worden: etwa ein ineinander stellbares Dreierset aus verschieden großen Edelstahltöpfen und Deckeln, ideal für Pantryküchen mit wenig Stauraum. Tische waren zu sehen, mit wenigen Handgriffen zum Regal hochziehbar, ebenfalls ideal für engen Raum. Handwerklich Eindrucksvolles, entstanden unter harten Lebensbedingungen: das spiegelte die Präsentation „Made 51“ mit Produkten geflüchteter Kunsthandwerker nach Techniken ihrer Heimatländer, die hohen ästhetischen und ethischen Ansprüchen genügen.

Foto: Great-Events-Europe

Das UN Flüchtlings-Hilfswerk bietet diese Initiative in vielen Aufnahmeländern an, um Geflüchtete mit besonderen Kenntnissen in die Wertschöpfungskette einzubinden und ihnen damit den Start zu einer neuen wirtschaftlichen Existenz zu geben. Stichwort Nachhaltigkeit: ein spezielles Booklet mit dem Titel „Ethical Style Guide“ sollte Einkäufern bei der Auswahl helfen und ihnen Informationen für die Kundenberatung an die Hand geben. Von der ressourcenschonenden, fairen und sozialen Herstellung aus umweltfreundlichem Material bis zur Wiederverwendung gebrauchter Materialien wurden Anbieter mit ihren Warengruppen und Standorten aufgelistet.

Foto: Great-Events-Europe

Schönes Beispiel: ein kleiner Kunsthandwerksbetrieb aus Ghana fertigt Ketten, Armbänder, Ringe ausschließlich aus Recyclingmaterial. Markante Schmuckstücke aus geschliffenen Altholz- und Keramikperlen, Lederabschnitten, Metallelementen waren an dessen Stand zu sehen, gewiss rustikal, aber wirkungsvoll insbesondere, wenn große aparte Frauen sie tragen. Der Trend zur Nachhaltigkeit ist in Produkten vielen Länder zu erkennen.

So etwa in den Tischen eines toskanischen Schreiners auf Fußgestellen aus mattschwarz lackiertem Metall, darauf Platten aus leicht angeschliffenem geöltem Altholz, jede einzelne ein Unikat.  Es gab Hilfsmittel zur Besucherorientierung im Vielerlei: den Audioguide in deutscher und englischer Sprache, die App „Ambiente Navigator“ zum Rundgang im individuellen Tempo. Das neu gestaltete Trendbooklet erwies sich als unentbehrliches Arbeitsmaterial für das Fachpublikum aus vielen Ländern.

Foto: Great-Events-Europe

Nachwuchsprogramme, Trendinszenierungen, Preisverleihungen im Rahmenprogramm erwiesen als ebenso informativ wie unterhaltend. So war die Ambiente neben ihrer wirtschaftlichen Bedeutung auch ein Marktplatz der Ideen, der Kreativität.

Die nächste Ambiente findet vom 7. bis 11. Februar 2020 statt.

 

Thriller-LIVE Fulda

thriller-foto-credit-irina-chira

(M.M)Fulda. „Michael Jackson lebt!“ – die 1300 Zuschauer des Musicals Thriller‐LIVE2019 im Fuldaer Esperanto‐Kongresszentrum hätten da wohl sofort zugestimmt. Hinreißend war es, seine großen Titel live zu hören. Seine „Markenzeichen“, der Moonwalk, die hohe, aber nie schrille Stimme, die „Ou“‐Silben fanden sich im Spiel der fünf Hauptdarstellerinnen und ‐darsteller authentisch wieder.

 Abwechselnd nahmen sie die Rolle des King of Pop ein. Szenen auf der Großleinwand im Hintergrund vertieften den Eindruck, der auch Publikum aus der jungen Generation faszinierte. Raffinierte Lichtspiele, wirkungsvolle Auftritte einer Tanzgruppe zogen in Jacksons Welt, ließen die Atmosphäre seiner großen Konzerte aufscheinen. Sie zeigten zugleich, dass nicht nur die Stimme des Sängers seine Wirkung ausgemacht hatte, sondern auch seine Bewegungen, sein Tanz, seine ganze Persönlichkeit. Erinnerungen an Jacksons Lebensstationen, übereinstimmend mit seinen Titeln, folgten einander. Das Ensemble, seit zehn Jahren mit dieser Produktion im Londoner Westend zu sehen, war offensichtlich gut aufeinander eingespielt. Die Organisatoren Semmel Concerts und Provinztour hatten das Erfolgsprojekt nach Fulda geholt.
Manche Zuschauer vermissten den Blick auf die Live‐Band, die verdeckt saß. Sichtbar hätten die Musiker das Eintauchen in die Jackson‐Welt noch vertieft. „Jackos“ Titel erklangen in ihrem ganzen hinreißenden Sound und schon beim zweiten, bei „Billie Jean“ war das Publikum voll eingestimmt. „Smooth Criminal“, „Dirty Diana“ – die Welthits der 80‐er Jahre haben ihren Zauber bis heute nicht verloren.

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„Black or white“ – in den Titeln der 90‐er Jahre, die im Esperanto‐Zentrum folgten, wurde Jacksons Kreativität deutlich. Sein New Jack Swing mit Elementen von Rhythm & Blues, von Hip‐Hop brachte Überraschungen in seine Songs. Längst klatschten die Fuldaer Zuhörer mit, sprangen auf, ließen sich vom Groove mitreißen, erinnerten sich an den Erfolg der „Bad“‐Tour.

 “Beat it!“, authentisch von der Band begleitet, wurde von so synchronen Bewegungen der Backgroundtänzer unterstrichen, wie es der echte Jackson, ein absoluter Perfektionist, gewollt hätte. Faszinierendes Farbenspiel bei „Thriller“: Rauchschwaden, Zombies auf der Bühne, grün‐blaues Dämonenlicht, dazu der Sänger im legendären roten Lederanzug. Mit seiner Partnerin auf einem nächtlichen Spaziergang über einem Friedhof taucht er ins Unheimliche, der Tanz baut sich auf. Vor den Augen der Zuschauer schien das weltberühmte Musikvideo wieder lebendig zu werden, Tumultbeifall tobte durch den Saal.

thriller-foto-credit-hugo-glendinning

 Sternenhimmel, sanftgrüne Landschaften auf den Leinwänden und doch ein schmerzliches Lied: „Earth Song“, Jacksons Protest gegen Umweltzerstörung, war zu hören. Beim tiefgründigsten Titel „Man in the Mirror“ war das Publikum in Ekstase. Am Schluss des Abends der Song „Can you feel it“ da erreichte der Applaus Phonstärken, die fast nicht mehr zu toppen waren.

The 100 Voices of Gospel

The100VoicesofGospel

(M.M) Frankfurt. Schon die Zahlen sprachen für einen erfolgreichen Abend: nahezu alle 2000 Plätze im Kuppelsaal der Jahrhunderthalle waren besetzt, als die „100 Voices of Gospel“ mit Sängerinnen und Sängern aus 25 Nationen aus der Raumtiefe kamen. 

Singend formierten sie sich auf der Bühne, dazu Keyborder und Schlagzeuger zu beiden Seiten und ein Gitarrist. Shooter Promotions war es gelungen, den Chor zu Anfang einer Tournee, die durch mehrere europäische Länder führt, nach Frankfurt zu holen. Wegen der großen Nachfrage wird am 16. Januar 2020 in der Jahrhunderthalle ein Wiederholungskonzert eingeschoben. „We got the power“ stimmte der Chor an und brauchte nicht lang, um das Publikum zu überzeugen. Zu hinreißend war die Mischung aus vielstimmigem Klang, Rhythmus und Licht. Auch Bewegung fehlte nicht: Profitanzensembles traten auf, auch sie mit Aktiven aus vielen Nationen, die den Tanzstil ihrer Heimatländer in die wechselnden Choreografien einbrachten.

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In aufrüttelndem Rhythmus folgte „Everything by the land“. Ganz klar: Profigruppen wie diese hier haben die ursprünglich so schlichten Gospels ins Elektronikzeitalter mitgenommen, bieten sie dem Publikum als große fulminante Show. Die „100 Voices of Gospel“ begeisterten 2016 in der populären englischen Competition „Britain´s got Talent“, überzeugten im deutschen Fernsehen bei der SAT 1Talentpräsentation „It´s showtime“ und traten bei Florian Silbereisens „Schlagerboom“ mit einem vierminütigen Medley auf. Doch auch jetzt hatten die „100 Voices“ bei ihren Arrangements das ursprüngliche call and response‐Prinzip der Gospels beibehalten, Leadsängerinnen und ‐sänger mit kräftigen ausdrucksstarken Stimmen wechselten mit dem Chor oder unterstrichen seinen Gesang. Sie erwiesen sich auch als sympathische Moderatoren, verwiesen auf den Ursprung der Songs, die tiefe Gläubigkeit der afroamerikanischen Gemeinden in der „Heimat der Gospels“. 

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So lud eine Leadsängerin dazu ein, sich am „großen Büffet der Gospels“ zu bedienen und sprach damit die Mischung von neuen und altvertrauten Liedern an, die die „100 Voices“ brachten. „I won´t be back“ folgte und die hohe ekstatische Stimme der Sängerin im Wechsel mit dem Chor trieb das Tempo voran, gab dem Lied immer mehr Leidenschaft und Vitalität. Längst war das Publikum von den Sitzen aufgesprungen, verstärkte klatschend den Rhythmus.
Ein mitreißendes Medley klassischer Gospels folgte, viele Zuhörer kannten die Texte und sangen mit: „Down by the riverside“, „Joshua fit the battle of Jericho“, „Glory, glory, halleluja“. „The gospel family is growing“ freute sich der Vorsänger über die Verstärkung aus den Publikumsreihen! Auch bei den neuen Songs wie „A wonderful change has come over me“, „Stand by me“, „I gotta feeling“ oder „Respect“ überzeugte der Chor mit eigenwilligen mitreißenden Arrangements. Und er wusste zu überraschen. So mit einem sanften balladesken Titel „Mary did you know, that your baby would give light to a blind man“. Berührend brachte die Vorsängerin das Geheimnis um Marias Kind zum Ausdruck. Wieder ein anderer Musikstil: ein Vorsänger aus Ghana in der Tracht seiner Heimat trug ein afrikanisches Gospel vor. Eine Improvisation mehrerer Trommler folgte. Dann folgte ein Titel mit Stilmerkmalen aus der lateinamerikanischen Musik. Lebhaften Beifall gab es für den Chorleiter, der sich dirigierend, singend, in Bewegung als Multitalent erwies.

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Eine Chance bieten die „100 Voices“ örtlichen Gesangsgruppen: hier war der Gospelchor „Moving spirits“ aus Oberursel unter mehreren Bewerbern ausgewählt worden. Nun hatte dieses Ensemble die Chance, auf der Bühne inmitten der „100 Voices“ die Schlusstitel „Oh when the Saints“, „This little light of mine“ und „O happy day“ mitzusingen. So freundschaftlich wie der ganze Abend waren die Abschiedsworte der Moderatorin: „Ihr wart unser erstes Publikum auf der Deutschlandtournee und habt das Eis für uns geschmolzen. Wir waren aufgeregt. Jetzt ist der Bann gebrochen!“

Mannheim. Semmel Concerts ist auch am Jahresende 2018 und im neuen Jahr für Überraschungen gut!

(M.M) Mannheim. Semmel Concerts ist auch am Jahresende 2018 und im neuen Jahr für Überraschungen gut und stellte sie im Radisson Blu Hotel und stellte sie im Radisson Blu Hotel Mannheim vor. In der Roof Bar mit Blick über die Stadt gab Managerin Katharina Nicol einen Blick auf das Programm und wusste die Medienvertreter neugierig zu machen. Zwei Schwerpunkte wurden vorgestellt: „Die größten Musical‐Hits aller Zeiten mit den deutschen Superstars dieses Genres“ und „In 80 Bildern um die Welt“, eine Performance der Sandkünstlerin Irina Titova.

Sie braucht nur eine von unten beleuchtete Glasplatte, einen Flatscreen und ihren Sand“ hatte Katharina Nicol versprochen – aber wie kann man mit diesem wenigen Material eine große Reise darstellen? Nicht umsonst hat Titova seit ihrem ersten Programm „Sandsation“ den Beinamen „Queen of Sands“ und fast genau so gern wie auf die rasch wechselnden Sandbilder schaut man auf die rassige junge Frau mit dem dunklen Pagenkopf und den schwarzen Augen, die ein Bild nach dem andern entstehen lässt.

 „Ich schreibe meine Geschichte in diesem Tagebuch auf“ – bedächtig beginnt Joachim Kerzel zu erzählen, ein preisgekrönter Synchronsprecher, der seine Stimme auch schon Jack Nicholson, Robert de Niro, Dustin Hoffman und Anthony Hopkins geliehen hat. Während Chansons erklingen, zauberte die Sandkünstlerin die Silhouette des Eiffelturms und eine Zirkusszene in Paris auf das Glas. Der Held der Geschichte, Passepartout, will weiter nach London: aus wenigen senkrechten Strichen, dem Rund einer Uhr, dem eingespielten Westminster‐Schlag, entstand eine Szenerie der englischen Hauptstadt. Locker streut Titova neuen Sand und eine Clubszene um den exzentrischen Millionär Phileas Fogg wird heraufbeschworen. Er wettet, in unglaublich kurzer Zeit um die Welt zukommen. Man sieht, der berühmte Abenteuerroman „In 80 Tagen um die Welt“ von Jules Verne lässt grüßen. Autorin Katrin Wiegand hat die Geschichte gestrafft, ihr noch mehr Tempo und Spannung gegeben, Katrin Edtmeier ist Regisseurin. Titova lässt die beiden Weltreisenden Fogg und Passepartout im Ballon über Kontinente schweben und vergisst auch die Silhouette von Mannheim mit dem Kennzeichen Wasserturm nicht. Musik von Titanic‐Melodien bis zu Titeln von The Doors und Enrico Morricone hat Wolfgang Linhart (Cosy Famous) zusammengestellt. Der Soundtrack unterstreicht das Schwebende, Flüchtige dieser Reise, den Wettlauf mit der Zeit. In Mannheim ist „In 80 Bildern um die Welt“ am Freitag, 29. März zu sehen.

Eine Begegnung mit Evita und Kaiserin Sissy, mit Radames und Tarzan bietet das Programm „Die größten Musical‐Hits aller Zeiten“. Fünf Starsolisten wurden dafür gewonnen: Alexander Klaws, einst erster DSDS‐Gewinner, kennt man als den Tolpatsch Alfred in „Tanz der Vampire“, er überzeugte in Andrew Lloyd‐Webber‐Werken wie Jesus Christ Superstar. 


Jan Amann schlüpfte in die Rolle des Märchenkönigs Ludwig II., war Doktor Schiwago. Mark Seibert hat kein Problem mit düsteren, strengen Rollen, so als Tod im Musical „Elisabeth“, als grimmiger Erzbischof in „Mozart!“ Roberta Valentini gibt überzeugend die schöne rebellische Kaiserin Sissy. Die andere, heilige Elisabeth ist eine der Glanzrollen von Sabrina Weckerlin, die derzeit ihr erstes Pop/Soul‐Album in New York aufnimmt.

Sie alle sind bei diesem Programm in berühmte Rollen der Musicalgeschichte von „Cats“ bis „Ghost“ zu sehen und werden von einer Live‐Band mit hochkarätigen Musikern begleitet, die Mario Stork dirigiert. Die ganz großen Titel werden erklingen: „Don´t cry for me, Argentina“, Andrew Lloyd Webbers „Memories“, „Bring ihn heim“ aus „Les misérables“, aber auch Rockiges aus „Wahnsinn! Das Musical mit den Hits von Wolfgang Petry“. Am 7. März ist diese glanzvolle Musicalreise in Frankfurts Alter Oper zu sehen, am 10. März in Mannheim (Rosengarten), am 11. März im Stuttgarter Palladium und am 24. März in Fulda (Hotel Esperanto).
Semmel Concerts hat außer diesen beiden Schwerpunkten 2019 noch mehr zu bieten, so die Sarah Connor‐Tour. Schlagerfreunde werden einen Termin der Roland Kaiser‐Tournee buchen. Wer urigen Volks‐Rock´n Roll mag, ist bei Andreas Gabalier richtig. „Live & deutlich“ nennen BAP und Wolfgang Niedecken ihr Programm. Auch die Kleinen sind nicht vergessen, Rolf Zuckowski kommt im Dezember

Tickets: www.semmel.de www.eventim.de




 Frankfurt. Der Schlager lebt und hat ein großes, treues Fanpublikum.

 

 


Vanessa-Mai_(c)Sandra-Ludiwig
(M.M) Frankfurt. Der Schlager lebt und hat ein großes, treues Fanpublikum. Das zeigte sich bei der Schlagernacht des Jahres 2018, von Semmel Concerts mit hr 4 zusammen in die Frankfurter Festhalle geholt. RTL‐Warm‐Upper René Travnicek führte die 8000 Zuhörer durchs Programm. Schwungvoller Start: in knappem Outfit trat Vanessa Mai auf der Bühne und begeisterte mit ihren Hits „Wolke Sieben“ und „Regenbogen“. Der Abend stand im Zeichen der Live‐Musik, viele Stars hatten ihre Band oder ihre Background‐Sänger mitgebracht.
Howard-Carpendale_(c)Hergen-Schrimpf
 Vicky Leandros ist seit fünf Jahrzehnten eine der ganz Großen des Schlagers. Als sie hier „Theo, wir fahrn nach Lodz“ anstimmte, war das Schlagzeug überflüssig ‐ das rhythmisch klatschende Publikum brachte den Beat. Ihr Talent als Chansonsängerin bewies sie mit französischen Titeln. Mit 25 Millionen verkauften Tonträgern ist auch Howard Carpendale einer der erfolgreichsten des Schlagers. Hier trat er ganz dicht an den Bühnenrand, suchte freundschaftlichen Kontakt mit dem Publikum. Seinem Titel „Das schöne Mädchen von Seite 1“ hatte er mit drei Backgroundsängern, die Rap und Beatbox einbrachten, ein neues aktuelles Outfit verpasst. Der Superhit „Ti amo“ folgte. In tiefblaues Licht getaucht, bekannte Carpendale sich zu seinem Titel „Nachts, wenn alles schläft“ als seinem Lieblingssong.Schlager hat offensichtlich viele Gesichter: als berührendes Liebeslied erwies sich Kerstin Otts „Die immer lacht“, für ihre Frau in einer Krisenzeit geschrieben. Ott begleitete sich selbst auf der Gitarre, der lautstarke Chor des Publikums antwortete beim Refrain, auch bei „Regenbogenfarben“ und „Scheißmelodie“. Grünes Licht für Gefühlsbäder: Semino Rossi sang „Rote Rosen“ mit seinem unnachahmlichen Schmelz, brachte mit „Baila me“ und „Volare“ temperamentvolle Latin‐Elemente ein.
Mickie-Krause_(c)Universal-Music-Group
 Mickie Krause und Partyschlager sind eins. Mühelos zauberte er einen Hauch von Ballermann in den jetzt meerblau ausgeleuchteten Raum. Ein Hit jagte den anderen: „Schatzi, schenk mir ein Foto“, „Ich bin solo“, „Reiß die Hütte ab“. Ekstase in der Halle: nahezu alle 8000 Zuhörer waren aufgesprungen und sangen mit.Auch Newcomer bekamen hier ein Forum. Sonia Liebing trat trotz Erkältung auf und überzeugte mit „Nimm dir, was du brauchst“.
Maite-Kelly_(c)Julian-Freyberg
Maite Kelly fiel vor Jahren die Trennung von der Familienband nicht leicht, sie hat mit ihrem neuen Album der Durchbruch ihrer Solokarriere geschafft. Sie weiß mit temperamentvollen Songs wie „Sag mir wann“, mit ihren Balladen wie „So klingt Liebe“, ihrem Tanz zu überzeugen. Eloy de Jong ist seiner Boygroup‐Phase bei „Caught in the act“ entwachsen und jetzt solo unterwegs. Im weißen Anzug, mit einem charmanten Hauch holländischen Akzents sang er „Schritt für Schritt“. Seine Partnerin bei „Liebe kann so wehtun“, Marianne Rosenberg, konnte wegen eines Autounfalls nicht auftreten. De Jong sang den Titel allein nahm und nahm mit dem Applaus die Grüße der Fans an sie mit. Über eigenes Missgeschick lachen konnte Newcomer Christian Lais und erzählte dem Publikum den Grund für seine gebrochene Schulter: er war im Bad über seine Katze gestolpert. 
FANTASY_(c)Stefan-Pick
Das Duo Fantasy kochte mit „Gespenster der Nacht“ und „Ein weißes Boot“ die Stimmung absolut hoch und wo ein freies Plätzchen war, begann das Publikum Foxtrott zu tanzen. Sympathisch: 
10_Nik-P_(c)Moritz-K_nster
Nik P. lud alle zum Mitsingen ein, streckte ihnen zum Mitsingen das Mikro entgegen. Die Arme mit den Handys gingen hoch und leuchteten wie Hunderte von Sternen, „Schönes Leben“ erklang, von Nik mit Ukulele untermalt. Mit seinem mehr als 20 Jahre alten Hit „Einen Stern, der deinen Namen trägt“ ließ Nik eine Nostalgiewelle durch den Saal rieseln. 
Michelle_(c)Hergen-Schimpf
Den Abschluss machte Schlager‐Queen Michelle, von der Kritik mit ihrem neuen Album sehr gelobt. Aber das Publikum mochte auch ältere Hits wie „Die große Liebe deines Lebens bin ich“ und „In 80 Küssen um die Welt“.

 



Pressefoto BEATIT!
(M.M) Frankfurt. Ein Aufschrei ging gleich zu Beginn von „Beat it! – Das Musical über den King of Pop!“ durch die ausverkaufte Jahrhunderthalle.
 Eine Tanzgruppe im silberglänzenden 80‐er Jahre Stil hatte begonnen, als plötzlich – wie aus einer anderen Welt – Michael Jackson in den Lichtkegel der Scheinwerfer zu springen schien. Zum Verwechseln ähnlich sah ihm der Darsteller Dantanio Goodman, Singer‐Songwriter und Entertainer aus Südafrika. „They don´t care about us“ begann er zu singen, die Band fiel ein, der Applaus des Publikums ließ die ganze Halle vibrieren. „Michael Jackson lebt!“ – es waren nicht nur langjährige Fans des King of Pop, auch Newcomer aus der jungen Generation, die vom Schauspiel überwältigt waren.



Pressefoto BEATIT!

Shooter Promotions hatte die ganz aktuelle Produktion (Premiere am 29. August 2018 in Berlin) nach Frankfurt in die Jahrhunderthalle geholt. „Große Stimmen und Stilikonen wie Elvis Presley, die Beatles, die Blues Brothers setzten mit ihren Hits Meilensteine der Musikgeschichte. Ihre Lieder sind unvergessen und begeistern bis heute Generationen. Wir holen die Stars zurück auf die Bühne, zurück zu ihren Fans“ meint Produzent Oliver Forster, der mit einem hochkreativen Team „Beat it!“ erarbeitete.
Der ganze Lebenslauf Jacksons wurde im Musical wiedergespiegelt. Als Junge, dargestellt von Kofi Missah, war er im Kreis seiner Geschwister zu sehen. In bunten Schlaghosen vor einer Szenerie der späten 60‐er Jahre erschien die Jugendband Jackson 5 auf der Bühne. Titel wie „ABC“ und „I want you back“ waren zu hören. Und immer war es ein Bild voll Glamour, Lichtzauber und waberndem Nebel, in dem die Backgroundtänzerinnen nicht fehlen. Die Soulsängerin Diana Ross (Nyassa Alberta) nahm die Jackson 5 in ihre Show. Sie war die Förderin Michaels und tauchte auch im Musical auf. In einer Szene hängt der 13‐jährige seinen großen Träumen nach und kämpft mit sich, ob er die Jackson 5 verlassen und eine Solo‐Karriere starten will. Berührend zeigt das Musical, wie Diana Ross ihm Mut zuspricht: „Glaub an dich! Lass dich von deinen Vorbildern inspirieren! Finde deinen eigenen Stil!“
Der junge Jackson wagte den Schritt – eine weitere Szenenfolge im Musical. Hinter einer Schattenwand waren die Silhouetten Tanzender zu sehen, der Sänger ahmte sie nach, fügte Moves seiner Vorbilder, des Komikers Charlie Chaplin, des Sängers Sammy Davis jr., des Pantomimen Marcel Marceau in sein Bewegungsmuster ein. Nach und nach zeigte er auf der Bühne seinen Moonwalk und sang die Titel “Billie Jean“, „Smooth Criminal“ und „Dirty Diana“, die schon in den 80‐er Jahren Welthits waren.
Pfiffige Inszenierung: auf der Leinwand erschien die Redaktion der „Washington Post“. Gekleidet in Anzüge wie Zeitungspapier tauchte eine hektische Redaktionsgruppe auf, die Schlagzeilen schienen nur so zuzufliegen: „Jackson kauft Neverland Ranch!“ „Volle Stadien: Jacksons `Bad´‐Tour“ „Affe lebt bei Jackson auf Neverland!“
Jackson‐Darsteller Goodman sang einen großen Titel nach dem anderen: „Thriller“, „Bad“ ,“Beat it!“, authentisch von der Band begleitet, immer neu in farbiges Licht getaucht und in so synchronen Bewegungen mit den Backgroundtänzern, wie es der echte Jackson, ein absoluter Perfektionist, gewollt hätte. Dazwischen immer neue Schlagzeilen der „Washington Post“: „Jackson heiratet Presley‐Tochter“, „Jackson kauft Rechte von 200 Beatles‐Songs!“

Pressefoto BEATIT!

Ein hinreißendes Schauspiel im zweiten Teil des Musicals: Janet (Chamelle Moser) und Michael kamen im silbrigen Space‐Outfit auf die Bühne wie beim Duett von damals und sangen „Scream“. Vor den Augen der Zuschauer schien das weltberühmten Musikvideo wieder lebendig zu werden, Tumultbeifall tobte durch den Saal. Sternenhimmel, ein grüner Wunderbaum auf der Bühne und doch ein schmerzliches Lied: „Earth Song“, Jacksons Protest gegen Umweltzerstörung, war zu hören. Bei „Man in the Mirror“ hielt es das Publikum nicht mehr auf den Stühlen. Tobender Applaus kam schon bei den letzten Takten des Abschluss‐Songs „Can you feel it“ auf.

 

 Marius Müller Westernhagen MTV unplugged“‐Tournee

Foto Credit: Marius Müller Westernhagen MTV unplugged“‐Tournee


(M.M) Mannheim. Klotzen statt kleckern: für die „MTV unplugged“‐Tournee von Marius MüllerWesternhagen hatte der Veranstalter Semmel Concerts Entertainment in Mannheim die SAP‐Arena gewählt und das war gut so. Volle 7.000 Zuschauer hatten sich eine Karte gesichert. Effektvoll öffnete sich ein roter Vorhang. Die elfköpfige internationale Band, Profimusiker allesamt, dazu zwei Backgroundsängerinnen und ein ‐sänger setzten ein, die Menge pfiff und jubelte. Und dann Müller-Westernhagens unverwechselbare Stimme! Seine selbstironischen Texte macht ihm so schnell keiner nach. „Geiler is schon“ kam als erstes, ein ruppiges Sehnsuchts‐ und Liebeslied: „...ich sing den Blues und Du machst die Wäsche...“ Nie ohne Hut, nie ohne Gitarre, in wechselndes Licht getaucht, weiß Müller‐Westernhagen, seit 50 Jahren Musiker, nach wie vor das Publikum zu packen. „MTV unplugged ist im Sitzen, aber das heißt nicht, dass ihr nicht alles machen könnt: tanzen, schunkeln, aufspringen“ ging der Sänger schon bei der Begrüßung locker auf das Publikum zu. Schon beim dritten Lied „Mit Pfefferminz bin ich Dein Prinz“ hielt es die Menge nicht mehr auf den Sitzen, Toben war angesagt.

Was noch nicht alle Müller‐Westerhagen‐Fans kannten: zusammen mit seiner Lebenspartnerin, der südafrikanischen Sängerin Lindiwe Suttle, sang er seine Neukomposition „Luft um zu atmen“. Es war ein intensives Liebeslied, was da erklang: Sanft der Rhythmus, dann und wann schmelzende Geigen und Suttles eindrucksvolle Soulstimme, in die der Partner zunächst zurückhaltend einfiel: „...feier die Liebe und fürchte dich nicht vor dem Tod“. Die Blicke der beiden trafen sich, im Singen wurde ihre tiefe Verbundenheit deutlich. Dann eine ganz andere Stimmung und harte Riffs, denn vier Akustikgitarren machten richtig Tempo: das trotzige Überlebenslied „ Es geht mir gut“ kam, bei diesem Evergreen hielt es die meisten Zuhörer nicht mehr auf den Sitzen. Müller‐Westernhagen führte auch im MTV‐Konzert durch ein Wechselbad der Gefühle und stimmte „Weil ich dich liebe“ an, hochemotional von Gitarren und Geigen begleitet. Der Gesang schwoll an, kaum jemand im Publikum sang nicht mit.
Müller‐Westernhagen steht dazu, ein politischer Sänger zu sein, bewies dies mit „Liebe um der Freiheit willen“ und den Versen „Freiheit, Freiheit für alle Rassen, für alle Kulturen, Freiheit für die Junkies, Freiheit für die Huren, für die Frauen, für unsere Kinder...“ und bekannte: „Für Demokratie muss man kämpfen!“ Immer wieder kamen Überraschungen: „Willenlos“, das selbstironische Lied seiner Liebesodyssee von Carmelita bis zu Natascha aus Nowosibirsk erklang in einer Mischung von Pop und Irish Folk mit Akkordeon, Geige und Tin Whistle – in der SAP–Arena kehrte der Ausnahmezustand ein!
Ein Blick auf sein Werk: Das Album „Wahnsinn“ hält er trotz mäßigen Erfolgs am Markt für sein bestes, und ließ hier in Mannheim daraus „Rosen“ und „Taximann“ hören. Es folgte „Sexy“ mit dem ironischen Refrain „Du bist ´ne Waffe, für die es keinen Waffenschein gibt“ und dann sein großes Comeback‐Lied „Ich bin wieder hier/ In meinem Revier“, emotional, ohne jemals kitschig zu sein. Müller‐Westernhagen ging von der Bühne. Sofort schallten Zugaberufe von den Rängen, das Publikum ließ Müller‐Westernhagen nicht los. Man ist gewohnt, „Johnny W.“ als letztes Lied zu hören, aber bei so viel Publikumsjubel schob der Sänger noch seinen sehnsüchtigen Mega‐Hit Freiheit“ nach und es gab wohl kaum einen in der Halle, der nicht mitsang und schließlich als Dank an den Sanger und seine Band das finale „O , wie ist das schön“ anstimmte.